Eine-Welt-Kreis


Partnerschaft Halverde – Nandembo


Viele kleine Leute

an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Schritte tun,

können das Gesicht der Welt verändern.


 

 

 


Verkauf von Eine-Welt-Waren für Nandembo

Der Eine-Welt-Kreis pflegt die Kontakte zum Gesundheitszentrum Nandembo und unterstützt die Arbeit der einheimischen Ordensfrauen durch den Verkauf von Produkten aus Afrika, Asien und Südamerika. Angeboten werden an jedem ersten Sonntag im Monat Waren aus Fairem Handel: Kaffee, Tee, Honig, Schokolade, Schreibwaren, Kunstgewerbe, Spielzeug und Makonde-Kunst. Wir unterstützen den Fairen Handel, weil der Armut verhindert, indem die Menschen faire Preise für ihre Produkte erhalten. Faire Preise sichern den Familien ihre Arbeit und damit ihren Lebensunterhalt. Sie werden dann nicht mehr gezwungen sein, in die Slums abzuwandern. Durch den Fairen Handel vierdienen die Eltern als Bauern genug, um ihre Kinder zu ernähren und sich ihren Schulbesuch leisten zu können. Der Erlös unseres Verkaufs ist für das Gesundheitzszentrum in Nandembo bestimmt


Was ist Nandembo?

Nandembo ist ein kleines Dorf im Süden Tansanias. Tansania ist eines der ärmsten Länder Ostafrikas. Nandembo liegt an der einzigen Straße, die von der Küste in westlicher Richtung ins Landesinnere führt. Zur Küste sind es ca. 500 km. Der nächste größere Ort, die Distrikthauptstadt Tunduru ist etwa 60 km entfernt, aber nur in der Trockenzeit erreichbar. In der Regenzeit von November bis April ist die Straße unpassierbar.Es liegt am Indischen Ozean zwischen Kenia, Uganda und Mosambik. Der höchste Berg ist der Kilimanjaro, 5.895 m hoch, an der Grenze zu Kenia. Es gibt etwa 120 verschiedene  Volksstämme, die alle ihre eigene Sprache sprechen. Gemeinsame Amtssprachen sind Kisuaheli und Englisch. Die meisten Menschen sind Selbstversorger und leben von der Landwirtschaft, was oftmals gerade zum Überleben reicht.


Gesundheitszentrum Nandembo

Einzugsgebiet:

Nandembo und 5 andere Dörfer im Umkreis von 50 km (nur zu Fuß erreichbar).

Abteilungen:
  • Ambulanz: Untersuchung, Behandlung, Medikamentenausgabe, Labor, kleiner OP
  • Stationäre Behandlung: Schlafraum für Männer: 8 Betten; Schlafraum für Frauen (die meist mit ihren Kindern kommen: 14 Betten
  • Geburtenabteileung: 8 Betten; alle Betten sind seit 2002 mit Moskitonetzen ausgestatten, diese sind von Halverde gespendet.
  • MCH (Muntter und Kind) Vorsorge: Untersuchung und hehandlung von Schwangeren und Kindern während der ersten Lebensjahre, verbunden mit Mütterbehandlung (kostenloser Service, wird vom Staat bezahlt)
Personal
  • Leitung: Sr. Ursula Mkalawa (Salvatorianierin)
  • Personal: 2 Clinical Officers, 1 MCH-Krankenschwester, 1 Hebamme, 5 Krankenschwestern, 1 Laborantin, 1 Nachtwächter
Neubau 2008/2009: (finanziert mit Spenden aus Halverde und Recke)
  • Bau von Toiletten für Patienten und deren Angehörige
  • Bau eines neuen Labors, damit das augenblicklich benuzte Labor wieder Untersuchungszimmer werden kann
  • Bau eines kleinen OP
  • Renovierung und Instandsetzung aller Gebäude
  • Solarpanele zur Stromversorgung

Warum ist immer wieder Hilfe nötig?

Im Süden Tansanias gibt es keine Industrie. Die Menschen in den Dörfern haben keine Arbeit, d. h. kein regelmäßiges Einkommen. Sie leben von dem, was sie rund um ihre Hütten selbst anbauen. Einzige Einnahmequelle ist der Verkauf von Cashew-Nüssen, doch der Weltmarktpreis sinkt, sodass der an sich geringe Verdienst noch mehr sinkt. Es gibt an sich keine Krankenversicherung, daher müssen die Menschen für jede medizinische Behandlung und jedes Medikament bezahlen, was für viele unmöglich ist.

Die Krankenstation in Nandembo ist eine kirchliche Einrichtung und schickt im Gegensatz zu staatlichen oder privaten Krankenhäusern niemanden fort. So werden auch in Nandembo viele Menschen behandelt, ohne dass das Zentrum dafür Einnahmen verbuchen kann. Daher fehlt das Geld für die laufenden Kosten: Medizin, Verbrauchsmittel wie Verbände, Spritzen, Gummihandschuhe, Löhne der Angestellten und auch für notwendige Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten.

In der Regenzeit ist Nandembo für viele die einzig erreichbare Krankenstation. Kann es keine medizinische Hilfe  bieten, müssen die Menschen sterben.


Die Kunst unserer Partner

Im Süden Tansanias lebt unter anderem der Stamm der Makonde. In diesem Stamm hat die Ebenholz-Schnitzkunst eine lange Tradition. Handwerkliche Begabung und technisches Knowhow werden von Generation zu Generation weitergegeben, sodass hochwertige Kunstwerke entstehen, deren Verkauf den Künstlern ein regelmäßiges Einkommen verschafft. Der Verkaufspreis hier bei uns kommt in voller Höhe unseren Partnern zugute. Der Kauf von Makonde-Schnitzereien ist außerdem Zeichen unserer Wertschätzung. Wir zeigen damit, dass die Kunst unserer Partner auch für uns im reichen Europa wertvoll ist und Partnerschaft im Geben und Nehmen wächst.